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Bürgerverein Ellerau
(BVE)
Der
Bürgerverein Ellerau wurde im Jahr 1962
gegründet. Damals schlossen sich Bürgerinnen
und Bürger zusammen, um sich uneigennützig
und ehrenamtlich für das Wohl der Gemeinde
zu engagieren. Ihr Ziel sahen sie
satzungsgemäß darin, das gesellschaftliche,
kulturelle, wirtschaftliche und politische
Leben in der Gemeinde zu fördern.
Die Realisierung dieser Zielsetzung wurde
von Anfang an auf der politischen Bühne
betrieben.
Dass auch in der
Bevölkerung insoweit erheblicher Handlungsbedarf gesehen
wurde, konnte man daran ablesen, dass der Verein bereits
im Gründungsjahr 1962 mit vier Sitzen ins
Gemeindeparlament einzog. Seitdem wirkt der BVE bis
heute ohne Unterbrechung mit jeweils mehreren Vertretern
im Gemeinderat und in den Fachausschüssen an der
Gestaltung der Gemeindepolitik mit. Er gehört damit auch
zu den ältesten freien Wählergemeinschaften Schleswig-
Holsteins.
Schwerpunktmäßig richteten
sich die Aktivitäten des Vereins in den Jahren nach der
Gründung auf die harmonische bauliche Entwicklung des
Ortes und die Stärkung der Wirtschaftskraft durch Ausbau
und Neuansiedlung von Gewerbebetrieben. Mit den dadurch
gewonnenen zusätzlichen Steuereinnahmen konnten stück
für Stück zahlreiche gemeindliche Einrichtungen
geschaffen werden, die die Basis für die heutige hohe
Lebensqualität in Ellerau bilden.
Beispielhaft sind der Bau
der Turnhallen an der Schule und am Bürgerhaus, des
beheizten Freibades, des Kindergartens, des Bürgerhauses
sowie der Einrichtungen für Senioren wie
Seniorenwohnanlage und Seniorenbegegnungsstätte zu
nennen, aus jüngerer Zeit der Bau des Rathauses und der
neuen Feuerwache. Auch für die Ausweisung des neuen
Gewerbegebietes östlich der Autobahn A 7 hat sich der
Bürgerverein gegen erhebliche anfängliche Widerstände
besonders eingesetzt.
Das Wirken des
Bürgervereins lässt sich nicht nur am Baugeschehen
ablesen. So wurde, um Kultur und Kunst im Gemeindeleben
mehr Geltung zu verschaffen, seinerzeit vom BVE die
Einrichtung des Kulturausschusses angeregt, später die
Bildung des Umweltausschusses und die Aufstellung des
Landschaftsrahmenplanes initiiert.
Die genannten
Zielsetzungen des Bürgervereins haben generell weiterhin
Gültigkeit. Angesichts veränderter wirtschaftlicher und
gesellschaftlicher Randbedingungen sieht es der BVE
heute als zusätzliche Aufgabe, sein Augenmerk besonders
auf die Finanzen der Gemeinde zu richten, insbesondere
den Verwaltungshaushalt in Grenzen zu halten und nicht
zu Lasten künftiger Generationen ausufern zu lassen.
Als offizielles
Mitteilungsorgan des BVE dient das "Grüne Heft", das
allgemeine Mitteilungen, Hintergrundinformationen und
Kommentare zu relevanten Themen aus Ellerau und Umgebung
enthält. Das regelmäßig mindestens dreimal im Jahr
erscheinende Heft wird allen Ellerauer Haushalten sowie
interessierten Stellen zugeleitet. Im übrigen kann man
sich im Schaukasten am Steindamm sowie im Internet über
die Anliegen des Bürgervereins informieren.
Bei über 100 Mitgliedern
hat der Verein auch ein vielfältiges internes
Vereinsleben aufzuweisen. Regelmäßig am ersten Mittwoch
im Monat findet in Kramer`s Gasthof ein Gesprächsabend
statt, der neben der Information und dem
Gedankenaustausch auch der Meinungsbildung zum aktuellen
politischen Handeln des Vereins dient. Die Teilnahme
steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen, die hier mit
ihren Anliegen zu Wort kommen können.
Auch bei den im Laufe des
Jahres stattfindenden geselligen Veranstaltungen wie
Winterwanderung mit anschließendem Grünkohlessen,
Matjesessen im Sommer sind Gäste gern gesehen.
An die Öffentlichkeit
tritt der Bürgerverein außerhalb des politischen Rahmes
zum 1. Mai mit der Aufstellung des Maibaums und einer
größeren Maifeier rund ums Bürgerhaus (bis zum Jahre
2004 erfolgte diese Maifeier in Kooperation mit der
Freiwilligen Feuerwehr Ellerau), ebenso im Herbst mit
dem Laternenumzug für die Kleinen, der seit vielen
Jahren zum festen Angebot auch für die Ellerauer Eltern
und Großeltern gehört.
Der Bürgerverein hat also
seinen festen Platz im politischen und
gesellschaftlichen Leben Elleraus. Er sucht aber auch
Nachwuchs, um seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu
können.
Joachim Wehner
1. Vorsitzender
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